VdA - Verband der deutschspr. Amateurmeteorologen

Monatlicher Witterungsbericht für den Mai 2017

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

temperaturnormal, zu trocken, sonnenscheinnormal

 

An dieser Stelle wie immer der Witterungsbericht der VdA-Stationen für den Mai 2017.

Der Mai 2017 präsentierte sich im Schnitt der 46 meldenden Stationen mit einer Abweichung von +1,9 K zu warm. Dabei lag das Temperaturmittel bei 14,2 °C , die Abweichung betrug +1,9 K. Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von normalen 97,2 % im Landestrend eine durchschnittliche Versorgung mit Niederschlag.

Die Sonnenscheindauer betrug im     Mai dieses Jahres       normale 108,3 %.

Hier nun die einzelnen Stationsauswertungen:

Zunächst wieder die Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im Mai 2017:

F-Bornheim                              17,6 °C

Köln-Weiß                                17,0 °C

Kleve                                       16,7 °C

Erlensee                                  16,2 °C

Gernsheim                               16,0 °C

Offenbach-Bürgel                      10,3 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Bitz-Degerfeld                           10,4 °C

Bitz                                         12,0 °C

Schobüll                                   12,9 °C

Olbernhau                                13,1 °C

Mitterdarching                           13,3 °C

Die Abweichungen waren meist positiv. Hier die Stationen mit den höchsten positiven Abweichungen:

Bismark                                   3,0 K

Kleve,

Mühlanger und

F-Bornheim                              2,8 K

Salzwedel,

Arnsberg und

Darmstadt                                2,7 K

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 29. des Monats auf.

Hierbei registrierten die Stationen

Jessen                                     35,3 °C

F-Bornheim                              35,0 °C

Köln-Weiß                                34,4 °C

Erlensee                                  34,3 °C

Darmstadt                                34,2 °C

die höchsten Maximaltemperaturen.

Es traten nur wenige heiße Tage auf. Hier hatte Jessen mit 8 Tagen die Nase vorn. 9 Stationen meldeten keinen heißen Tag. Es gab außergewöhnlich viele Sommertage. Auch hier hatte Jessen mit 14 Tagen die Nase vorn.

Lediglich Zenting-Daxstein hatte keinen Sommertag zu vermelden.

Es gab es im Mai noch einige Frosttage. So meldete Bitz-Degerfeld 11 Frosttage. 11 Stationen vermeldeten mindestens 1 Frosttag.

Die tiefsten Temperaturen registrierten

Bitz-Degerfeld                           - 6,8 °C

Pegnitz                                    - 2,9 °C

Berlin-Friedrichshagen               - 2,3 °C

Olbernhau                                - 2,2 °C

Schobüll                                   - 2,1 °C

Die kältesten Tage wurden meist um den 10. des Monats registriert.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld – 8,0 °C am 09.

21 Stationen meldenden im Mai mindestens einen Bodenfrosttag. Spitzenreiter ist hier wieder einmal Bitz-Degerfeld mit 21 Bodenfrosttagen.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 73 %.

Es gab im Mai 2017 mit 97,2 % eine durchschnittliche Niederschlagsbilanz der meldenden Stationen.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten dabei folgende Stationen:

Alzenau                                   161,4 mm

Erlensee                                  129,1 mm

F-Bornheim                              116,5 mm

Mühlheim a.M.                          108,1 mm

Frabertsham                             105,0 mm

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen

Pretsch                                    15,4 mm

Mühlanger                                15,7 mm

Jüdenberg                                19,4 mm

Köthen                                     21,7 mm

Berlin-Friedrichshagen               22,4 mm

gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten

Alzenau                                   274 %

F-Bornheim                              220 %

Erlensee                                  211 %

Mühlheim a.M.                         177 %

Salzwedel                                164 %  

die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an der Station Pretsch mit 29 %.

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Alzenau mit 48,6 mm am 04. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 18 Tagen in Mitterdarching und 6 Tagen in Annaburg.

Die meisten Sonnenstunden konnten im Mai die Stationen

Mühlanger                    276 Stunden

Jänickendorf                 253 Stunden

Pretsch                        242 Stunden

Bismarck                      234 Stunden

für sich verzeichnen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen

Michelstadt                   165 Stunden

Jessen                         173 Stunden

Neuenhagen                 181 Stunden

Olbernhau                     198 Stunden

Auch hierbei hielten sich Überschuss und Defizit die Waage. Prozentual gesehen war der Spitzenreiter hier Köln-Weiß mit 147 %. Schlusslicht bildete hier Neuenhagen mit 76 % Sonnenschein. Heitere Tage gab es im Durchschnitt 5, trübe Tage dagegen 9.

Die höchste Windspitze erreichte die Station Grafing mit 20,5 m/s. Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 3, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 0. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Schobüll mit 10 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es auch die Station Schobüll mit 2 Tagen.

Der Luftdruck hatte im Mai ein Mittel von 1016,7 hPa.

An 36 Stationen gab es mindestens 1 Gewittertag. Spitzenreiter waren hier Salzwedel und Grafing mit je 7 Gewittertagen.

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

 

Kurzmeldungen der Stationen

 

Berlin-Rahnsdorf

Der Mai war recht durchschnittlich, aber wieder viel zu trocken (der 12.trockenste seit Aufzeichnungsbeginn 1979). Erst ab 11. waren die "Dauer-Eisheiligen" dann wirklich vorbei. Vom 17.-19. gab der Sommer ein erstes Stelldichein. Nach dem Gewitter am 23. war das Wasser im "Hellmann" gelb vom Blütenstaub. Zu Himmelfahrt (25.) riss leider die Wolkendecke erst zum Abend auf, dafür folgte dann aber eine sommerliche Periode bis zum Mittag des 30. Das folgende Gewitter brachte in Berlin-Rahnsdorf gerade noch 2,8 l/m². Südlich der Spree blieb es fast ganz trocken, während in Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf schwere Hagelschäden entstanden.

 

Kleve

Die Mitte April begonnene Kaltphase dauerte bis zum Ende der ersten Dekade und hatte eine Abweichung von -2,2° vom Mittelwert. Dann erfolgte ein markanter Wetterwechsel. Lag das Temperaturminimum am 11. noch bei 6,2°, betrug dieses am 12. bereits 14,0°! Genau eine Woche später wurde die 30°-Marke knapp verfehlt. Nach kurzer Abkühlung dann bis Monatsende sommerlich warm bis heiß. Wie der Vormonat zu trocken.

 

Ahlen/Westfalen

Der Mai startete zu kalt und endete in einer Hitzwelle. Langanhaltende Schönwetterperioden suchte man vergebens. Die Nacht vom 29. auf den 30. war an der Station die erste Tropennacht. Unwetter bleiben aus, die Gewitter waren meist leicht bis mäßig.

 

Arnsberg

In der 1. Dekade mit teils frostigen Frühtemperaturen erheblich zu kalt, in der 2. Hälfte dagegen mit Werten bis zu 33°C hochsommerlich warm - der Mai war von extremen Temperaturgegensätzen geprägt. Mit 14.5°C war es immerhin der sechstwärmste Mai seit 100 Jahren. Mit 73 mm Niederschlag wurde das Soll von 83 mm nicht ganz erreicht. Bemerkenswert waren aber die 20 Tage ohne einen Tropfen Regen.

 

Eisleben

Ein zweigeteilter Mai: Nach sehr kühler aber frostfreier Witterung in der 1. Dekade folgte dann ein Vorgeschmack auf den Sommer mit der doppelten Anzahl von Sommertage (8) im Vergleich zum langjährigen Mittel. 3 Tage davon waren sogar heiße Tage, das gab es bisher für meine Station nur 1953.

 

Köln-Weiß

Der Mai erreichte mit 34,4 °C am 29. Mai die höchste Maitemperatur seit Bestehen der Station 1963. Insgesamt war der Monat 2,2 °C zu warm. Er war mit 86 % der langjährigen Maiwerte zu trocken (51,8 mm). Die Sonne schien 227 Stunden, dies sind 147 % des längjährigen Mittel.

 

Großen Buseck

Luftdruck Min. 999.1 hPa am 11., Max. 1030.9 hPa am 15., Spitzenwind 30.6 km/h am 03. und 29. Windrichtungsmittel ESE.

 

Elz

Trotz ausgeglichener Niederschlagsbilanz herrscht nach wir vor akute Trockenheit. Nach kaltem und nassen Beginn endete der Mai trocken und sehr warm, im Mittel über 2 K zu warm. Zuletzt 2002 und 2008 wärmer. Max-Temp von 33.3!C wurde seit Aufzeichnungsbeginn nur einmal übertroffen, am 28.05.2005 (33.7°C). 10 Sommertage nur 2011 (12) und 2 heiße Tage nur 1953 (4) überboten.

 

Erlensee

Nassester Mai seit Messbeginn 1985.

 

Alzenau

Wolkenbrüche führten am Nachmittag des 04. im "Kahlgrund", also unmittelbar östlich von Alzenau zu schweren Überflutungen. Betroffen waren vor allem die Ortschaften Krombach, Mensengesäß, Niedersteinbach und Brücken. Hänge rutschten auf Straßen und Straßen verwandelten sich in reißende Sturzbäche. Messungen mit privaten Regenmessern (Plastik) ergaben Mengen von verbreitet mehr als 50 mm, in Niedersteinbach auch 81 mm.

 

F-Bornheim

Trockenheitstrend nun gebrochen.

 

Darmstadt

Das abs. Max. von 34.2°C ist das höchste in der Darmstädter Reihe seit 1830. 3 Heiße Tage wurden erst einmal, nämlich 1994 (4) überboten. Rasanter Temperaturanstieg: 1. Drittel 10.8°C, 2. Drittel 16.6°C, 3. Drittel 19.9°C. Endlich wieder ein zu nasser Monat.

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: ELV: 2,1 m/s Mittlere Windgeschwindigkeit: Davis: 1,3 m/s Tage mit Nebel: 2 Daten ELV (alte Wetterstation) Mittel: 15,9°C 1. Dekade:11,0°C (11,0°C -2,0K) 35,1mm (173%) 2. Dekade:16,3°C (16,3°C 1,9K) 26,6mm (126%) 3. Dekade:20,0°C (19,6°C 4,7K) 4,7mm ( 15%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Schillingsfürst

Niederschlagsmengen in Landkreis Ansbach zwischen 57.2 mm in Triesdorf und 99.6 mm in Wörnitz-Mittelstetten. 17 Tage mit Dunst sind ein neuer Rekord für den Monat Mai. Beginn der Apfelblüte am 02.05. Rekordtemperaturen bis zu einer Tiefe von einem Meter.

 

Wolfach

Nach kühlem Beginn in der zweiten Monatshälfte sommerlich. Insgesamt zehn Sommertage (+7 Tage) und drei Hitzetage (+3 Tage).

 

Westheim

Höchste Windböe am 19. mit 42 km/h

 

München-Harthof

72,3 mm fielen in der ersten Monatshälfte. Kein Nebel, an 20 Tagen Alpensicht.

 

Mitterdarching

Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck: 1030.7 hPa am 16.; Min. Luftdruck: 997.2 hPa am 11. Min. rel. Luftfeuchtigkeit; 27% am 28. 1 Tag mit Nebel.

 

Frabertsham

Am Abend des 19. schwerer Hagelschlag mit Durchmesser bis um 3 cm. Am 01. Mai spätester Termin für Schneeregen seit Aufzeichnungsbeginn 1994.

 

Peter Süßmann, Darmstadt, den 14.06.2017

 

 

Wettertabellen

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

 


 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages

Heiße Tage


Sommertage
 Luftdruck

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den Mai 2017

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-
            klima.de/vda_mitglieder2017/2017_05/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-
            klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

© by VdA 2017

ZurückWeiter
Verband deutschsprachiger Amateurmeteorologen 2000-2018 | webmaster@vda-klima.de