VdA - Verband der deutschspr. Amateurmeteorologen

Monatlicher Witterungsbericht für den November 2017

 

 

Witterung an den VdA-Stationen

 

zu warm und zu nass, sonnenscheinarm

 

An dieser Stelle kommen wir wieder zum Witterungsbericht der VdA-Stationen für den November 2017.

 

Der November 2017 präsentierte sich im Schnitt der 47 meldenden Stationen mit einer Abweichung von 1,2 K zu warm. Dabei lag das Temperaturmittel bei 5,5 °C. Beim Niederschlag gab es mit einem Durchschnitt von 136,4 % im Landestrend eine überdurchschnittliche Versorgung mit Niederschlag.

Die Sonnenscheindauer betrug im       November diesen Jahres 80,7 %. Ähnlich sah es bereits im September des Jahres aus.

Hier nun die einzelnen Stationsauswertungen:

Zunächst wie immer die Stationen mit den höchsten Temperaturmitteln im November 2017:

Kleve                                      7,2 °C

Köln-Weiß                              7,0 °C

F-Bornheim                             6,9 °C

Horneburg                               6,8 °C

Salzwedel                                6,7 °C

Die tiefsten Mittelwerte meldeten folgende Stationen:

Bitz-Degerfeld             1,9 °C

Bitz                                         2,5 °C

Zenting-Daxstein                      2,6 °C

Mitterdarching             3,0 °C

Pegnitz und

Frabertsham je             3,7 °C

Die Abweichungen hielten sich an den VdA-Stationen überall im positiven Bereich. Hier die Stationen mit den höchsten positiven Abweichungen:

Bismark und

Berlin-Rahnsdorf je                  2,3 K

Jänickendorf                            2,1 K

Salzwedel,

Neuenhagen,

Mühlanger,

Jessen und

Pretsch je                                1,9 K

Die Höchstwerte der Temperatur traten vorwiegend am 23. des Monats auf.

Hierbei registrierten die Stationen

Wolfach                                  16,8 °C

Westheim                                16,5 °C

Salzwedel und

Gernsheim je                           16,1 °C

Pretsch                                    16,0 °C          

die höchsten Maximaltemperaturen.

Es traten viele Frosttage auf. So registrierten Bitz und Mitterdarching jeweils 15 Frosttage. Horneburg, Berlin-Rahnsdorf, Köln-Weiß und Frankfurt-Bornheim gingen hier leer aus.

Eistage registrierten lediglich Bitz und Bitz-Degerfeld (jeweils 4 Tage), sowie Frabertsham mit 1 Tag.

Die tiefsten Temperaturen registrierten

Bitz-Degerfeld                       - 14,1 °C

Bitz                                                     - 5,3 °C

Mitterdarching                         - 4,4 °C

Arnsberg                                             - 3,4 °C

Großerkmannsdorf                              - 3,2 °C

Die kältesten Tage wurden meist um den 14. des Monats registriert.

Als tiefste Temperatur am Boden vermeldete die Messstelle Bitz-Degerfeld – 16,1 °C am 29. des Monats. Jede der meldenden Stationen hatte mindestens einen Bodenfrosttag zu vermelden. Spitzenreiter war hier Mitterdarching mit 28 Tagen.

Das Mittel der relativen Luftfeuchtigkeit der meldenden Stationen lag bei 91 %.

Es gab im November 2017 mit 136,4 % eine überdurchschnittliche Niederschlagsbilanz der meldenden Stationen. Landesweit gesehen war die Verteilung recht ausgeglichen.

Die höchsten Niederschlagsmengen vermeldeten dabei folgende Stationen:

Wolfach                                  220,7 mm

Zenting-Daxstein                      149,4 mm

Mitterdarching             125,0 mm

Arnsberg                                 117,7 mm

Horneburg                               117,0 mm

Die geringsten Niederschlagsmengen konnten dagegen an den Stationen

Salzwedel                                42,4 mm

Jessen                                     46,3 mm

Bismark                                   47,6 mm

Pretsch                                    48,8 mm

Köthen                                    49,3 mm         

gemessen werden.

In der prozentualen Bilanz führten

Neuenhagen                            238 %

Wolfach                                  192 %

Berlin-Rahnsdorf                     186 %

GG-Dornheim                         182 %

Offenbach-Bürgel                    178 % 

die Rangliste an.

Die geringsten prozentualen Mengen fielen dagegen an der Station Salzwedel mit 65 % des Monatssolls.

Die höchste Tagesniederschlagsmenge konnte die Station Wolfach mit 41,7 mm am 11. messen.

Die Anzahl der Tage mit messbarem Niederschlag lag zwischen 25 Tagen in Kiedrich und 12 Tagen in Pretsch.

An 14 Stationen lag an mindestens

1 Tag des Monats eine Schneedecke größer gleich 1cm. Die höchsten Schneedecken registrierten die Stationen

Zenting-Daxstein                      25 cm

Mitterdarching             12 cm

Frabertsham                             9 cm

Oelde-Sünninghausen               5 cm

Die höchsten Schneedecken traten vorwiegend am 30. des Monats auf.

Die höchsten Neuschneesummen konnten an den Stationen

Zenting-Daxstein                      53 cm

Mitterdarching             21 cm

Frabertsham                            11 cm

Ahlen/Westfalen                       3 cm

gemessen werden.

Die meisten Sonnenstunden konnten im November die Stationen

F-Sachsenhausen u.    

Bitz je                          57 Stunden

Jänickendorf                55 Stunden

Bismark                       52 Stunden

für sich verzeichnen.

Die wenigste Sonnenscheindauer verzeichneten dagegen

Michelstadt                  19 Stunden

Olbernhau                    30 Stunden

Neuenhagen                 33 Stunden

Pegnitz             37 Stunden

Prozentual gesehen war der Spitzenreiter hier F-Sachenhausen mit 113 %. Schlusslicht bildete hier Michelstadt mit 40 % Sonnenschein, wobei die Stationen mit einem Überschuss klar überwogen.

Heitere Tage gab es im Durchschnitt 1, trübe Tage dagegen 19.

Die höchste Windspitze erreichte die Station Bitz mit 27,8 m/s.

Das Mittel an Tagen mit Windspitzen über Beaufort 6 (windige Tage) lag bei 4, das Mittel an Tagen mit stürmischen Wind (Bft 8) lag bei 0. Den Höchstwert bei den windigen Tagen hatte die Station Schobüll mit 14 Tagen. Bei den stürmischen Tagen war es die Station Bitz mit 3 Tagen.

Der Luftdruck hatte im Oktober ein Mittel von 967,7 hPa.

An 5 der meldenden Stationen gab es jeweils

1 Gewittertag (Neumünster, Köln-Weiß, Alzenau, Hechingen-Stein, Westheim).

©Marco Ringel, Frank Beranek

 

 

Kurzmeldungen der Stationen

Salzwedel

Ideale Voraussetzung für englische Spielfilme mit Spannungsfaktor Nebel und trübes Wetter. So könnte man den Monat November 2017 umschreiben. Sehr geizig war die Sonne mit ihren Arbeitseinsätzen. Dagegen haben wir die Formung der Schichtwolken neu kennengelernt. Mit den Niederschlägen hielt es sich aber in Salzwedel in unteren Grenzen. Eben ein ausgesprochener Novembermonat, den wir da erlebten. Ein milder, trüber November.

          

Berlin-Rahnsdorf

Ein klassischer November war es, grau und vor allem regnerisch: der 3.meiste Regen seit Aufzeichnungsbeginn 1978 (nach 2010, 2009). Schon am 1. ging es mit recht ergiebigen 14,4 l/m² los. Der total verregnete Sa. 25. brachte noch mal 15,6 l/m². Nur an 8 Tagen blieb es trocken. Und kühl, doch nicht zu kalt war er, der November 2017. Zu weniger als 0 Grad, also "richtigem Frost" reichte es aber dann doch nicht.

 

Kleve

Mit sieben trüben Tagen machte der November seinem Namen alle Ehre. Die Hälfte des Monats hatte zweistellige Temperaturmaximas. Die erste Hälfte dieses Monats war eher zu trocken und die zweite Monatshälfte zu nass

 

Ahlen/Westfalen

Normal temperiert und etwas zu trocken. Und vielfach stark bewölkt. So zeigte sich der November in Ahlen. Dabei gab es Ende November sogar schon den ersten Schnee.

 

Arnsberg

Der November zeigte sich mild, trüb und feucht. Immer wieder zogen atlantische Tiefausläufer über das Sauerland hinweg und sorgten für reichlich Niederschläge. Zum Monatsende gingen die Regenfälle in Schnee über und verwandelten Berg und Tal in eine anmutige Winterlandschaft.

 

Eisleben

In der Reihe der wärmsten Novembermonate seit 1953 steht der diesjährige an 15. Stelle, bei den niederschlagsreichsten an der 11. Stelle. Ziemlich spät stellten sich die ersten Fröste ein: der 1. Bodenfrost am 07., der erste Nachtfrost am 14., immer nur wenige Zehntelgrad unter Null, so dass frostempfindliche Pflanzen wir zum Beispiel Tagetes und Begonien erst am 19. erfroren.

 

Köln-Weiß

Der November war mit 39,2 h Sonne (68%) ausgesprochen trübe und mit 23 Regentagen und 78,8 mm (123 %) sehr feucht. Er gab keinen Luftfrost und der Monat war mit 7,0° geringfügig zu warm (+0,6°).

 

Großen Buseck

Luftdruck: Min. 998.9 hPa am 12., Max. 1028.0 am 15. Spitzenwind 29.5 km/h am 27. Windrichtungsmittel: S.

 

Elz

Der Übergangsmonat vom Vollherbst in den Frühwinter gestaltete sich mild. Es wurde kaum Frost registriert, eine Min.-Temp. von -0.9°C wurde nur 2009, 2002, 1994, 1958 und 1951 überboten. Hochnebel, Nebel, starke Bewölkung und viele Regentage sorgten für Dauergrau und damit für einen sehr ungemütlichen Monat. Ende des Monats ein erster zaghafter Wintereinbruch.

 

Offenbach-Bürgel

Zu mild (+1,3 K / 6,6°C) und deutlich zu nass (101 mm / 177 %). An 20 Tagen fiel Regen, darunter vier Tage >10 mm. Nur einmal Nachtfrost (-0,5°C am 14.).

 

Darmstadt

Mit 103.0 mm höchste Niederschlagsmenge in einem November seit 1971 (damals 115.0 mm).

 

Gernsheim

Mittlere Windgeschwindigkeit: ELV: 3,4 m/s Mittlere Windgeschwindigkeit: Davis: 2,4 m/s Tage mit Nebel: 2 Daten ELV (alte Wetterstation) Mittel: 6,1°C 1. Dekade: 7,5°C ( 7,7°C 1,2K) 22,7mm (156%) 2. Dekade: 4,3°C ( 4,2°C -1,0K) 32,2mm (140%) 3. Dekade: 6,4°C ( 6,1°C 2,5K) 35,0mm (182%) Temperaturen in Klammern: (Tx+Tn)/2 und Abweichung gegen 1961-1990

 

Wolfach

Recht trüber Monat, vom 5. bis 12. und nochmals vom 25. bis 30. lange sonnenlose Abschnitte. Insgesamt 18 Tage ohne Sonnenschein. Vom 10. bis 12. intensive Regenlage mit 80,9 Liter/qm Niederschlag.

 

Westheim

Höchste Windböe 243° 56 km/h am 12.

 

München-Harthof

Temperaturmäßig völlig normal. Erster Schneefall am 19. in der Früh. 3 Schneefalltage nach Zählung von 0 bis 24 Uhr, aber 6 Tage bei Schnitt um 7 Uhr morgens. Glatteis durch überfrierende Nässe am 30. morgens. Nebel an 3 Tagen (stark unternormal). Alpensicht an 10 Tagen. Herbstniederschlagssumme 178 mm (entspricht 86 % der Norm).

 

Mitterdarching

Ein sehr feuchter und trüber Monat mit nur einem kurzen, sonnigen Abschnitt (22.-24.). Dominierende Windrichtung: WSW. Max. Luftdruck: 1028.9 hPa am 14. und 15., Min. Luftdruck: 994.2 hPa am 12. Min. Luftfeuchtigkeit: 39% am 23. Tiefstes Temperaturmaximum: 0.0°C am 30. 4 Tage mit Nebel, 2 Tage mit Graupel, 1 Tag mit Hagel.

 

Peter Süßmann, Darmstadt, den 13.12.2017


 

Wettertabellen

 

 

 

Wettergrafiken

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Referenzstationen

 

 

 

 

 

 

Grafiken von Temperatur, Niederschlag und Sonnenschein der Stationen in Süd- und Mittelhessen

 

 


 

 

Verteilungskarten

 

 

 Temperaturverteilung
Niederschlagsverteilung
Abweichung der Temperatur
Abweichung des Niederschlages

 

 Luftdruck

 

Frosttage

 

Marco Ringel

 

 

Abweichungen

 

 

Relativgrafiken und Ereignisstage der VdA-Wetterstationen für den November 2017

 

 

(Vergrößerung durch anklicken der Grafiken!)

ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Sommertage, Heiße Tage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Eistage, Frosttage und Bodenfrosttage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-klima.de/vda-Stationen 
Gewittertage
ChartObject Abweichung der Temperatur vom Normalwert an den http://www.vda-
            klima.de/vda_mitglieder2017/2017_11/vda-Stationen 
Abweichung der Temperatur vom Normalwert in Kelvin
ChartObject Prozentuale Erfüllung der Niederschlagssumme vom Normalwert (1961-1990) der http://www.vda-
            klima.de/vda-Stationen
Erfüllung des Niederschlages vom Normalwert in Prozent
 
Erfüllung der Sonnenscheindauer vom Normalwert in Prozent

 

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